Mittwoch, 26. August 2026 Server, Smart Home und KI — was ich baue und was dabei schiefgeht Ausgabe 35/2026
DIGKI

10. August 2026

Registry-Werte in Intune auslesen | Wie ersetzt das eigene Skripte?

Die Geräteinventarisierung sammelt seit dem Juli-Release Registry-Werte von Windows-Geräten. Was geht, wo die Grenzen liegen und wofür es sich sofort lohnt.

Eigenschaftenkatalog → Registry-Schlüssel wählen → Gerät meldet → Device Inventory
Grenzen → HKLM only · 6 KB je Wert · 100 Schlüssel je Gerät

Im Eigenschaftenkatalog legen Sie fest, welche Registry-Schlüssel Intune einsammeln soll. Bisher brauchte das selbstgebaute Skripte.

Die drei Sammelmuster

Der Eigenschaftenkatalog legt fest, welche Schublade überhaupt geöffnet wird.
Der Eigenschaftenkatalog legt fest, welche Schublade überhaupt geöffnet wird.
  1. Ein einzelner Wert → Pfad + Wertname.
  2. Alle Werte direkt unter einem Schlüssel → Unterschlüssel kommen nicht mit.
  3. Derselbe Wert aus allen unmittelbaren Unterschlüsseln → etwa eine Einstellung über alle Netzwerkkarten hinweg vergleichen.

Rückgabe je Treffer → Pfad · Wertname · Werttyp · Daten

Einrichtung

Je Treffer kommen Pfad, Wertname, Werttyp und die Daten zurück.
Je Treffer kommen Pfad, Wertname, Werttyp und die Daten zurück.
  1. Im Intune Admin Center unter Geräte, Windows, Konfiguration eine neue Richtlinie anlegen.
  2. Als Plattform Windows 10 und höher wählen, als Profiltyp den Eigenschaftenkatalog.
  3. Unter „Eigenschaften hinzufügen» die Kategorie Registry auswählen und die Schlüssel eintragen.
  4. Die Richtlinie den gewünschten Gerätegruppen zuweisen.

Bis zur ersten Sammlung können bis zu 24 Stunden vergehen. Angesehen werden die Daten am Gerät unter Tools, Device Inventory.

Grenzen

Sechs Kilobyte je Wert und hundert Schlüssel je Gerät sind die harte Obergrenze.
Sechs Kilobyte je Wert und hundert Schlüssel je Gerät sind die harte Obergrenze.
  • Gesammelt wird nur unterhalb von HKEY_LOCAL_MACHINE. Den Benutzerkontext lässt Microsoft bewusst außen vor.
  • Je Wert sind 6 KB erlaubt, je Gerät 100 Schlüssel.
  • Werte, die nach Zugangsdaten, Tokens oder Verbindungszeichenfolgen aussehen, werden von einer Erkennungslogik aussortiert und gar nicht erst übertragen.
  • Wird die Richtlinie gelöscht, bleiben die zuletzt gesammelten Daten noch eine Zeit lang sichtbar.

Wofür es sich sofort lohnt

Der naheliegende Fall ist eine flottenweite Prüfung, ob eine Umstellung tatsächlich überall angekommen ist. Microsoft nennt in der eigenen Dokumentation den Status der Secure-Boot-Zertifikate als Beispiel. Das ist aussagekräftiger als ein vorgefertigter Bericht, weil Sie genau den Schlüssel lesen, an dem die Umstellung hängt.

Wenn etwas nicht ankommt, liegen die Clientprotokolle unter C:\Program Files\Microsoft Device Inventory Agent\Logs.

Selbstprüfung

  1. Welche drei Sammelmuster gibt es, und welches davon fasst Unterschlüssel an?
  2. Warum taucht ein Wert, den Sie eingetragen haben, unter Umständen nie in der Inventarisierung auf?
  3. Wo sehen Sie die eingesammelten Daten?

Beim Hersteller nachlesen